Ihre SPD im Kreis Reutlingen

 

Kommunales

Maßnahmenkatalog und Vorschläge an die Landesregierung

Kinder und Familien nicht im Stich lassen -

Forderungen an die Landesebene

1. Tagesmütter/-väter, auch solche, die in der Kindertagespflege in anderen geeigneten Räumen tätig sind, dürfen in einem nächsten Schritt den Regelbetrieb wieder aufnehmen. Hierfür stellt das Land Baden-Württemberg für die Umsetzung von Hygienemaßnahmen die Finanzierung bereit.

2. Für Erziehungsberechtigte von Kindern mit Behinderungen werden Entlastungsangebote geschaffen. Die Finanzierung trägt das Land Baden-Württemberg.

3. Erziehungsberechtigte, die nach dem 18. Mai keine ausreichende Betreuungsmöglichkeit haben, dürfen unter Berücksichtigung der vorgegebenen hygienischen Standards vorübergehend für ihre Kinder eine private Betreuung in festen Spielgruppen organisieren. Die Kommunen, Kirchen, Vereine usw. können hierfür Räume bereitstellen.

4. Es werden Lösungsmodelle für Betreuungsmöglichkeiten während der Sommerferien erarbeitet. Dies gilt für alle Kinder bis zum Ende der Grundschule.

5. Mittel für ausfallende Einnahmen im Bereich der Betreuungsgebühren werden vom Land ersetzt.

6. Das Land entwickelt ein Konzept zur Bereitstellung und Durchführung regelmäßigerTests für Menschen, die in der Kinderbetreuung tätig sind, um sie und ihr Umfeld zuschützen. Insbesondere der einfache Zugang zu solchen Tests muss gewährleistet werden. Dies wird der besonderen Rolle und Notwendigkeit der Kinderbetreuung gerecht.

7. Das Land fordert vom Bund eine Verlängerung des Elterngeldes für die Erziehungsberechtigten deren Kinder nach ihrem ersten Geburtstag keinen Betreuungsplatz bekommen.

8. Das Land fordert vom Bund die Fortsetzung des Lohnersatzes wegen Kita- und Schulschließungen.

Begründung:

zu 1.:In Reutlingen sind 318 Kindertagesfrauen und Tagesmütter tätig. Auch in der Vergangenheit hat sich immer wieder gezeigt, dass der Fokus kommunaler Politik auf den städtischen Einrichtungen liegt. Das Potential der zuvor Genannten gilt es zu nutzen.Tagesmütter betreuen Kinder in den kleinstmöglichen Einheiten. Oft befinden sich unter den zu betreuenden Kindern außerdem Geschwisterkinder. Damit ist das Infektionsrisiko in der derzeitigen Pandemie in diesen Kleinstgruppen deutlich geringer als in großen Kinderhäusern mit offenem Konzept. Trotzdem dürfen diese Kinderhäuser, in denen sich ab dem 18. März bis zu 45 Kinder begegnen, in Form eines reduzierten Regelbetriebs öffnen. Die reguläre Tagesbetreuung durch Tagesmütter bzw. -väter, die jeweils nur fünf bis neun Kinder betreuen, bleibt aber untersagt. Das entbehrt jeder Logik. Der Infektions- und Gesundheitsschutz bleibt dabei, so wie in den städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen, gewahrt. Genauso bedürfen Menschen, welche aufgrund ihres Alters, ihrer Vorerkrankungen oder ihrer familiären Wohnverhältnissen zur Risikogruppe hinzuzurechnen sind, unseren besonderen Schutz. Dies gilt es hierbei zu berücksichtigen.

zu 2.:Kinder mit Behinderung groß zu ziehen kann auch ohne Pandemie eine Herausforderung sein. Aktuell ist die Betreuung und Pflege dieser Kinder nicht im Blick der Politik. Gemeinsam mit den Behindertenverbänden müssen deshalb zeitnah Entlastungsmöglichkeiten diskutiert und angeboten werden. Die entstehenden Kosten müssen dabei unbürokratisch über das Land abgewickelt werden können.

zu 3.:Aus der Not heraus mehren sich derzeit private Initiativen zur familienübergreifenden Kinderbetreuung. Das heißt, dass sich Erziehungsberechtigte zu illegalen Taten genötigt sehen. Das darf nicht sein. Eltern brauchen Unterstützung, um Familie und Beruf vereinbaren zu können. Familien, welche auch für die Zeit nach dem 18. Mai, keine ausreichende Lösung zur Betreuung ihrer Kinder bekommen, leiden unter dieser Situation. Daher ist es wichtig, den Familien eine legale Perspektive aufzuzeigen, mit der sie Betreuungslücken decken können. Denn nicht alle Erziehungsberechtigten können auf nahe Verwandte zurückgreifen und brauchen beispielsweise andere Eltern um die Zeit bis zu ihrem tatsächlichen Feierabend zu überbrücken oder um ihrer Erwerbstätigkeit nachzukommen, auch wenn sich die Betreuung des Kindes im „reduzierten Regelbetrieb“ nicht mit dem eigenen Dienstplan deckt. Selbstverständlich sollen die betroffenen Kinder dabei stets nur mit den selben anderen Kindern in Kontakt sein. Auch die allgemein gültigen Regeln zur Eindämmung der Pandemie gelten weiterhin. Um diese bestehenden Regelungen einhalten zu können, dürfen auf kommunaler Ebene Räumlichkeiten bereitgestellt werden.

zu 4.: Eltern brauchen Planbarkeit. Nach den vergangenen Wochen und Monaten ist bei vielen Familien der Jahresurlaub bereits aufgebraucht. Hierbei ist es wichtig, den Familien Perspektiven zu bieten und die Betreuung für Kita-, KiGa- und Grundschulkinder zu gewährleisten.

zu 5.:Die finanzielle Situation in den Kommunen und Gemeinden ist aktuell sehr angespannt. Dennoch sind viele bereit die Besuchsgelder für nicht geleistete Betreuungstätigkeit, an die Familien zurück zu erstatten. Hierbei ist es zwingend notwendig, dass das Land Baden-Württemberg die Gemeinden und Kommunen unterstützt und die ausfallenden Einnahmen ersetzt.

zu 6.: Gerade Kinder wahren während des Spielens und in ihrem Alltag Mindestabstandsregelungen nicht in erforderlichem Maße und dies ist auch nicht vorauszusetzen. Auf diese Selbstverständlichkeit und Freiheit, die Kindern auch zusteht, kann reagiert werden, in dem gerade dort, wo viele Kinder aufeinandertreffen, bei auftretenden Symptomen ein guter und unkomplizierter Zugang zu Testkapazitäten gegeben ist. So kann ein größeres Risiko einer Ausbreitung und Übertragung durch Kinder sinnvoll reduziert werden, ohne Kinder auf Dauer zu separieren. Gleichzeitig schützt dies auch betreuende Personen, die durch den häufigen Kontakt selbst mit dem Risiko leben müssen, ggf. Angehörige oder nahestehende Personen ebenfalls anzustecken. Verpflichtende Tests sind dabei allerdings abzulehnen, vielmehr geht es um die Verfügbarkeit entsprechender Kapazitäten dort, wo sie unkompliziert und schnell gewollt sind. In den Kommunen werden aktuell diejenigen Familien, die keinen Platz in der Notbetreuung bekommen, von den Gebühren der Kindertagesbetreuung entlastet. Gleichzeitig stellt die Kinderbetreuung i.d.R. den größten Haushaltsposten in den Kommunen dar. Auch wenn der Anteil der Gebühren an den tatsächlichen Kosten der Betreuungsplätze gering ist, geht es um Beträge in Millionenhöhe. Dies muss das Land Baden-Württemberg berücksichtigen, wenn es einen Rettungsschirm für die Kommunen aufspannt. Dass die Haushaltslage der Kommunen ohne die finanzielle Unterstützung von Bund und Land konsolidiert werden kann, ist nicht denkbar.

zu 7.: Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend plant laufend Anpassungen des Elterngeldes anlässlich der Corona-Pandemie. Diese Bemühungen wissen wir zu schätzen. Gleichzeitig geht die Initiative, wie Sie auf der Homepage des Ministeriums angedeutet wird, nicht weit genug. Es besteht ein Recht auf einen Betreuungsplatz ab dem ersten Geburtstag eines Kindes. Da die Eingewöhnung i.d.R. mindestens vier Wochen in Anspruch nimmt, ist es gut, dass das Elterngeld derzeit bis zu 14. Monate gewährt werden kann.Durch die Schließung und schrittweise Öffnung der Kinderbetreuungseinrichtungen können zunehmend mehr Erziehungsberechtigte keinen Betreuungsplatz zum rechtlich vorgesehenen Zeitpunkt bekommen. Auch um erfolgreiche Klagen auf Schadensersatz zu vermeiden, ist es notwendig, das Elterngeld vorübergehend bis zu 24 Monate zu zahlen. Eine weitere Verlängerung ist je nach Entwicklung der Pandemie und der damit verbundenen politischen Maßnahmen zu prüfen.

zu 8.:In ähnlicher Weise verhält es sich mit dem Lohnersatz wegen Kita- und Schulschließungen. Aktuell können Erziehungsberechtigte im gegebenen Fall sechs Wochen lang 67 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens (max. 2.016 Euro) erhalten. Bis zur Öffnung der Grundschulen am 15. Juni in Baden-Württemberg werden beispielsweise drei Monate vergangen sein, in denen Erziehungsberechtigte, die keine andere zumutbare Betreuungsmöglichkeit haben, nicht arbeiten gehen konnten. Das ist mit ein Grund, weshalb viele Eltern bereits ihren Jahresurlaub aufgebraucht haben. Die finanzielle Lage der Betroffenen ist ernst.Zudem ist noch nicht absehbar, wann Schulen und Kinderbetreuung wieder regulär laufen können. In den Grundschulen in Baden-Württemberg werden ab dem 15. Juni die Erst- und Drittklässler sowie die Zweit- und Viertklässler jeweils eine Woche lang für einige Stunden am Tag beschult werden. In jeder zweiten Woche bleibt die Schule also für die Hälfte der Grundschüler geschlossen und das homeschooling wird fortgesetzt. Unter diesen Rahmenbedingungen ist es nicht möglich, der regulären Erwerbstätigkeit nachzugehen. Einnahmeeinbußen müssen dringend aufgefangen werden.

 

 

Kreistagswahlprogramm 2019

Wahlprogramm der SPD im Landkreis Reutlingen für die Kreistagswahl 2019

Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in den Städten und Gemeinden des Landkreises Reutlingen stehen dafür ein, dass unser Landkreis nicht nur gut verwaltet, sondern mit Leidenschaft und Engagement gestaltet und weiterentwickelt wird. Ziel ist ein nachhaltiger Landkreis Reutlingen, welcher alle drei Säulen der Nachhaltigkeit, die soziale, die ökologische und die ökonomische gleichbedeutend mit Leben füllt.

Wir fördern den sozialen Ausgleich zwischen Stadt und Land, zwischen Arm und Reich, zwischen Stark und Schwach, zwischen Jung und Alt, zwischen Menschen mit und ohne Handicap. Durch die Unterstützung und Förderung sozialer Institutionen, durch eine menschenfreundliche Flüchtlingspolitik, durch eine ausgleichende Finanzpolitik, welche das Augenmerk auf gerechte Lebensverhältnisse legt und eine Politik des gemeinsamen Arbeitens auf Augenhöhe als Grundlage unserer Politik, stärken wir den sozialen Ausgleich. Sozialdemokratische Kommunalpolitik bezieht Partei, sie hört den Menschen zu und ist ein verlässlicher Partner für Arbeitnehmer/innen und Unternehmen, für Vereine, Verbände und Initiativen.

Bereits seit vielen Jahren setzen sich Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Kreis Reutlingen dafür ein, einen umfassenden Nachhaltigkeitsbegriff zu leben. Auch in den vergangenen fünf Jahren war die Arbeit der SPD-Fraktion darauf ausgerichtet, den Landkreis in ökologischen, ökonomischen und sozialen Fragen so zu gestalten, dass alle Menschen gute Lebensverhältnisse vorfinden.

Der soziale Landkreis

Bildung und Digitalisierung

Vorsorge treffen und Strukturen ausbauen

  • Wir begreifen unsere beruflichen Schulen an den Standorten Reutlingen, Metzingen, Bad Urach und Münsingen als wesentliches Element der Daseinsvorsorge. Damit die Angebote an den Standorten der beruflichen Schulen weiterhin attraktiv bleiben, wollen wir jedem Standort ein individuelles Profil geben und sie gemeinsam mit den Beteiligten zu Exzellenzzentren für Erzieherinnen und Erzieher, Handwerkerinnen und Handwerker, Pflegerinnen und Pfleger und für viele weitere Ausbildungsberufe der beruflichen Bildung formieren.
  • Die Qualität der Bildung hängt auch von der Ausstattung der jeweiligen Bildungseinrichtung ab. Wir setzen uns für eine moderne und bessere digitalisierte Ausstattung der beruflichen Schulen und sonderpädagogischen Bildungsangebote ein.
  • Wir wollen den Kreis Reutlingen für die Zukunft fit machen und die Chancen der Digitalisierung im Verbund im Landkreis stärker nutzen. Die Standardisierung von IT-Dienstleistungen, die Teilhabe aller und Transparenz durch den Einsatz digitaler Lösungen soll ausgebaut werden.
  • Die Schulsozialarbeit wirkt! Wir halten an diesem Modell fest und bauen das Angebot weiter aus, damit jede Schule über eine/n Schulsozialarbeiter/in verfügt.
  • Die Zuschüsse zur Schulbeförderung müssen wir so erhöhen, dass im Landkreis Reutlingen dafür keine Kosten mehr für Familien entstehen.

Jugend und Kultur

Vielfalt erleben im Landkreis Reutlingen

Im Landkreis Reutlingen lässt sich auf vielfältige Art und Weise Kultur erleben. Ob das franz.K, der Schäferlauf, die Württembergische Philharmonie Reutlingen, das Theater Lindenhof in Melchingen, das Keltenmuseum Hülben, Grabenstetten und Erkenbrechtsweiler, das Naturtheater Reutlingen oder das Theater Die Tonne. Wir setzen uns auch weiterhin für eine Förderung dieser und vieler weiterer nicht institutioneller, vielfältiger, kultureller Angebote im gesamten Landkreis ein. Wir wollen neue Impulse für eine lebendige und breite Kulturlandschaft setzen und zu Kooperationen zwischen Anbietern anregen.

  • Wir fordern die Einrichtung von sozialraumorientierten Familienzentren, in denen Beratungsangebote zu allen Lebenslagen gebündelt werden. So sollen Betroffenen Wege aufgezeigt werden, wie sie ihre Lebenssituation gut meistern können. Damit schaffen wir ein wichtiges wohnortnahes Versorgungsinstrument.
  • Wir nehmen junge Menschen ernst. Wir werden uns dafür einsetzen, die Jugendhilfe mit neuen Angeboten sozialraumorientiert zu entwickeln und aus den Modellprojekten Regelangebote zu machen.

Wohnen und Soziales

Soziale Angebote und bezahlbaren Wohnraum für ALLE schaffen

  • Viele soziale Institutionen leisten im gesamten Landkreis wichtige Arbeit. Wir setzen uns für die Verstetigung der institutionellen Förderung der sozialen Angebote von Vereinen und Institutionen für Beratung sowie die Unterstützung der vielfältigen Träger im partnerschaftlichen Verständnis ein.
  • Wir brauchen mehr Wohnraum für alle im gesamten Landkreis! Daher fordern wir die Gründung einer kreisweiten Wohnbaugesellschaft, die gutes und bezahlbares Wohnen möglich macht.
  • Wir setzen uns dafür ein, dass im Landkreis Reutlingen eine Beratungsstelle für barrierefreies Bauen eingerichtet wird. Mobilität gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Ob Seniorinnen oder Senioren, Menschen mit Gepäck oder Kinderwagen, Menschen mit Handicap – oft müssen sie Stufen, Schwellen oder Treppen überwinden. Barrierefreies Bauen betrifft den eigenen Wohnraum, öffentlich zugängliche Gebäude, Arbeitsplätze, den ÖPNV und Vieles mehr. Hier kann die Beratungsstelle für Privatpersonen, Geschäftsleute, Planer/innen und Investierende eine wichtige Unterstützung sein. Gebührenfrei, umfassend und aktuelle – sowohl zu Standards, gesetzlichen Grundlagen, als auch Fördermöglichkeiten.
  • Der Zusammenhalt im Kreis soll gestärkt werden, ehrenamtliches Engagement soll in Netzwerken sichtbar gemacht werden und altersbedarfsgerechtes Wohnen weiterentwickelt werden.

Gesundheit

Gesundheit ist öffentliche Daseinsfürsorge und öffentliche Aufgabe

  • Die gute und breite Gesundheitsversorgung im gesamten Landkreis Reutlingen ist uns wichtig und steht für uns nicht zur Disposition. Daher unterstützen wir weiterhin den Grundsatz einer Klinik an drei Standorten. Wir wollen alle betroffenen Berufsgruppen bei der Entwicklung der interdisziplinären, intersektoralen und sozialraumorientierten Gesundheitsversorgung einbeziehen.
  • Gesundheitsversorgung muss Teil der öffentlichen Daseinsfürsorge sein. Daher steht die SPD unverrückbar für den Verbleib der Kreiskliniken in kommunaler Trägerschaft ohne private Gewinnerzielungsabsichten und schließt eine Privatisierung oder Teilprivatisierung aus.
  • Wir werden die Arbeitsverdichtung insbesondere im Bereich der Pflege nicht mittragen und setzen uns daher für sichere Arbeitsplätze und gute Arbeitsbedingungen ein.
  • Um die ärztliche Versorgung in allen Städten und Gemeinden sicher zu stellen, unterstützt der Landkreis Reutlingen die Entwicklung von innovativen Modellen zur Gesundheitsversorgung in kommunaler oder genossenschaftlicher Trägerschaft. Dazu gehören u.a. gemeinschaftliche Arztpraxen, Gesundheitszentren und digitale Möglichkeiten.
  • Die Gesundheitskonferenz und die Gesunden Gemeinden bieten die Möglichkeit des Austausches und der Zusammenarbeit. Wir setzen uns für eine ganzheitliche Betrachtung des Themas Gesundheit ein. Der Wettbewerb um Ärzte und Pflegepersonal darf nicht am Kirchturm oder an der Kreisgrenze geführt werden.

Inklusion

Gelebtes Selbstverständnis

  • Teilhabe an der Gesellschaft und im Arbeitsleben ist für uns ein gelebtes Selbstverständnis. Die Inklusionskonferenz im Landkreis Reutlingen leistet hierbei bereits erfolgreiche Arbeit. Wir werden die Umsetzung dieser Arbeit auf allen Ebenen, in den Städten und Gemeinden, unterstützen.
  • Bauliche Barrieren stellen oftmals ein Hindernis für Menschen mit Handicap dar. Wir setzen uns dafür ein, dass das Kompetenzteam, bestehend aus ehrenamtlichen Menschen mit Handicap, bei bereits bestehenden und neuen Bauprojekten die Barrierefreiheit überprüft und dass entsprechende Maßnahmen getroffen werden.
  • Die Mustergemeinden für Inklusion St. Johann, Münsingen, Römerstein und Lichtenstein leisten hervorragende Arbeit. Wir werden auch weiterhin die Gemeinden dabei unterstützen neue Inklusionsprojekte zu realisieren. Langfristig werden wir uns dafür einsetzen, dies auf den gesamten Landkreis auszuweiten.

Integration

Zuwanderung als Chance begreifen

  • Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer leisten wichtige Integrationsarbeit. Diese werden wir in Kooperation mit den Städten und Gemeinden weiter stärken.
  • Integration gelingt insbesondere am Arbeitsmarkt. Wir wollen die benötigten Ressourcen für bedarfsorientierte Hilfsangebote bereitstellen und Sonderdienste abbauen und in den Regeldienst überführen. Die bereits bestehenden Unterstützungsangebote sollen auf einer stärkeren Sozialraumorientierung aufbauen.

Der ökologische Landkreis

Umwelt und Naturschutz

Klimaschutz und Artenschutz sind existentiell für die ganze Gesellschaft

  • Der Klimaschutz ist für uns ein wichtiger Baustein. Der Landkreis Reutlingen muss bei der Investition in erneuerbare Energien mit gutem Beispiel voran gehen. Daher fordern wir den Ausbau von Solardächern und Dachbegrünung auf Einrichtungen und Gebäuden des Landkreises.
  • Ein respektvoller Umgang mit der Natur ist ein zentraler Faktor bei der nachhaltigen Erziehung von Kindern. Wir unterstützen daher die Projekte der Juniorranger des Biosphärengebiets und die Biosphärenschule.
  • Das Insektensterben betrifft unsere gesamte Gesellschaft. Wir fordern eine insektenfreundliche Begrünung und Pflege der Grünstreifen im Landkreis.
  • Naturschutz und Landschaftserhaltung sind uns wichtige Anliegen. Wir wollen die Landschaftserhaltung systematisch betreiben und ausbauen.

Verkehr

Wir wollen die Mobilitätswende!

  • DAS Mobilitätskonzept der kommenden Jahre ist die Regionalstadtbahn. Wir setzen uns für eine schnelle, konsequente Planung ein, um dieses Projekt schnellstmöglich in die Tat umzusetzen. Dabei wird eine Durchbindung bis zum Flughafen Stuttgart bzw. bis zur Landesmesse angestrebt.
  • Wir setzen uns für öffentliche Verkehrsmittel ein, die eine klare Alternative zum Auto bieten. Daher treiben wir die Optimierung und den Ausbau des Busverkehrs auf allen Strecken voran, so dass die Lenkung der Buslinien einen Umstieg tatsächlich ermöglicht. Die Verzahnung der ÖPNV-Anbieter und verschiedener Verkehrsträger (z.B. Rad, Bahn, CarSharing) soll im Kreis zu Gunsten eines modernen Mobilitätsmix verbessert werden.
  • Insbesondere die Menschen, die in den ländlicheren Gebieten des Landkreises wohnen, erleben eine oftmals niedrige Taktung der Busfahrzeiten. Wir setzen uns für eine höhere Taktung, für eine direkte Buslinie zwischen Münsingen und Merklingen und die Einführung eines kleineren Regiobusses auf der Alb ein.
  • Wir möchten, dass Familien mit Kindern mobil sind. Daher fordern wir ein vergünstigtes ÖPNV-Familienticket für Familien mit drei oder mehr Kindern.
  • Damit der Umstieg vom Auto gelingt, muss der ÖPNV finanziell erschwinglich und für alle zugänglich sein. Wir setzen uns für einen konsequenten Ausbau von bezahlbaren ÖPNV-Angeboten und die Barrierefreiheit im ÖPNV ein.
  • Wir wollen die Planung und den Bau der Radschnellwege im Landkreis sinnvoll voranbringen. Auch die Radwege sollen den Umstieg vom Auto ermöglichen. Wir fordern den Ausbau des Radwegenetzes zwischen den Kommunen.

Der ökonomische Landkreis

Wirtschaft und Tourismus

Der Landkreis als starker Wirtschaftsstandort und Urlaubsziel

  • Der Landkreis Reutlingen als Dienstleister und Arbeitgeber muss optimale Bedingungen schaffen. Für uns ist damit klar, dass der Neubau des Landratsamtes mit Nachdruck weiterverfolgt werden muss.
  • Unser Landkreis genießt Wohlstand aufgrund unserer starken Wirtschaft. Um diese stärker zu fördern und zu unterstützen, setzen wir uns für die Einrichtung einer kreisweiten Wirtschaftsförderung ein, welche mittelfristig alle Branchen über eine kreiseigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft bündelt.
  • Wohnortnahe Arbeit und Versorgung entlastet Umwelt und Verkehr. Wir wollen neue Impulse für Cluster / Netzwerke im Kreis Reutlingen und die Förderung von zukunftsträchtigen Branchen wie IT und Technologie setzen.
  • Regionalität hat Vorrang! Daher setzen wir uns bei der Vergabe von Aufträgen für regionale Unternehmen ein, welche faire Löhne, Tariftreue und nachhaltige Konzepte bieten. Hierzu gehört für uns auch die Förderung der Landwirtschaft bei dem Vertrieb von regionalen Produkten.
  • Unsere Standortagenturen Region NeckarAlb, Klimaschutzagentur, BioRegio STERN und Schwäbische Alb-Tourismus leisten erfolgreiche Arbeit. Diese möchten wir weiterhin unterstützen.
  • Dort leben wo andere Urlaub machen! Der Tourismus gewinnt zunehmend an Bedeutung für den Landkreis Reutlingen. Wir fordern ein stärkeres Engagement des Landkreises im Biosphärengebiet Schwäbische Alb.

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