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Ab- und Aufbruchfest für den „Schwanen“ in Nehren

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Bürgermeister Egon Betz, Nils Schmid und Schwanen-Aktivistin Tanja Schmidt. (Foto: www.schwanen-nehren.de)

„Dieses Fachwerkhaus gehört seit 300 Jahren zu Nehren. Es wird Zeit, dass es wieder in neuem Glanz erstrahlt“, sagte Nils Schmid anlässlich einer Feier der „Freunde des Schwanen e.V.“. Auch mit Mitteln aus dem Landessanierungsprogramm soll der Dorfmittel- und Treffpunkt saniert werden. Dazu sind nun erst einmal umfangreiche Renovierungsarbeiten notwendig.

 

Der erste Anlauf von Nils Schmid, sich bei einem der fast schon legendären Schwanen-Abende in Nehren über die Pläne und Aktivitäten der „Freunde des Schwanen e.V.“ zu informieren, scheiterte noch an einer winterlichen Grippe. Jetzt nützte er die buchstäblich letzte Gelegenheit: Die Ab- und Aufbruch-Party  rund um die Gaststätte, die nach schwierigen Jahren neues Leben erhalten soll. Mittlerweile wurde eine Genossenschaft gegründet, mit deren Unterstützung die Renovierung und Modernisierung gestemmt werden soll.

Land unterstützt Ortskernsanierung in Nehren

Unterstützung gibt es dabei auch von Gemeinde und Land. Im Programmjahr 2015 wurde vom Land eine Aufstockung der Finanzhilfen um 550.000 Euro für den Ortskern Nehren bewilligt. Bereits im Jahr 2012 hatte Bürgermeister Betz bei einem offiziellen Gemeindebesuch Schmids die geplanten Maßnahmen im Rahmen der Ortskernsanierung gezeigt. Darunter neben der mittlerweile abgeschlossenen Sanierung des Rathauses (barrierefreier Zugang, Einrichtung eines Bürgerbüros, energetische Sanierung), auch das Gasthaus Schwanen sowie das ebenfalls denkmalgeschützte, aber in einem baulich bedenklichen Zustand befindliche Rotkreuzhäusle, das direkt an den Schwanen angrenzt und so mit weiteren Häusern ein schönes Fachwerk-Ensemble bildet.

Engagement begeistert

Schmid betonte, dass lebenswerte Gemeinden Orte der Begegnung brauchen. „Sie haben dafür gesorgt, dass der Schwan auch in pächterlosen Zeiten seine Flügel nicht hat hängen lassen“, richtete er dankende Worte an die Unterstützer des Freundeskreises. Er drücke die Daumen, dass sich schnell genügend Genossenschaftler und Genossenschaftlerinnen fänden. Alles spreche dafür: Baden-Württemberg sei das Land der Genossenschaften, die Anteile seien in der Niedrigzinsphase eine gute Anlage und das Projekt habe bereits viele Menschen begeistert: Beim Wettbewerb „Leuchttürme der Bürgerbeteiligung“ des „Staatsanzeigers“ habe man den dritten Platz belegt, beim Online-Voting sogar Platz eins!

"Gasthaus Schwanen Nehren eG"/"Freunde des Schwanen e.V.":

www.schwanen-nehren.de

(mit Film, Radiomitschnitt SWR 4 u.v.a.)

Gemeinde Nehren:

www.nehren.de

(mit unten stehendem Bericht des "Gemeindeboten")


Bericht des „Gemeindeboten“ – Amtsblatt der Gemeinde Nehren

(28. Jahrgang I Donnerstag, 6. August 2015 I Nummer 32)

Der Vollmond lugte über die Dächer, um nachzuschauen, was sich in Nehren auf dem Platz zwischen Rathaus und Gasthaus „Schwanen“ tat am vergangenen Freitag. Er sah dann gleich: Das Ab- und Aufbruchfest für das Traditionslokal in der Ortsmitte war ein voller Erfolg. Rundum. Da spielte Musik, die selbst ihn in Bewegung versetzte: der Musiker „Moert“ (Martin Baur), der gekonnt und engagiert „acoustic folk rock classics“ darbot, dazu die Gruppe „Treat me like a Dog“. Benny Stolz, Harry Bechtle, Wolf Abromeit, Julian Warth und der Bluesharp-Virtuose Jochen Warth spielten Blues aus den 40er und 50er Jahren. Viele Leute tanzten bis um Mitternacht. Ein Wunder, dass das Rotkreuzhäusle nicht von selber einstürzte. Überall „Schwanen“-Gefühl. „Da wackelt dr Schurz!“, sagte ein Mann aus der Riege der Servicekräfte, einer der vielen freundlich-fleißigen Helferinnen und Helfer, die für die „Schwanen“-Freunde die Bewirtung übernahmen.

So verblüffend viele Leute waren da, durstig und hungrig. Neugierige, „Schwanen“-Abende-Fans, Menschen jeden Alters, Alteingesessene, Neuzugezogene, Flüchtlinge, Gäste aus den Nachbarorten. Bürgermeister Egon Betz schilderte in seiner Ansprache, wie es weitergeht mit den baulichen Angelegenheiten, und hieß den Finanzminister des Landes, Nils Schmid, willkommen, der die Unterstützung der zuständigen Stellen versprach.

Leonhard Hasting, Hans Müller und Herwig Roth stellten die am Vortag gegründete Genossenschaft „Gasthaus Schwanen Nehren eG“ vor, zu deren Vorständen sie bestimmt worden waren. Tanja Schmidt sammelte unter den Gästen fleißig „Absichtserklärungen für Anteilscheine“ ein. Ein Mitbürger zeichnete gleich 20 Anteile, „ein Zeichen des Vertrauens in unsere Kompetenz“, wie Roth sagte. Christina Schelling fasste die Feststimmung zusammen: „Es ist ein gutes Gefühl, gemeinsam etwas zu bewegen.“ Unsere Bitte an alle Nehrenerinnen und Nehrener: Zeichnet weiter Anteilsscheine! Es ist nützlich für unser Dorf.

 

 

 

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