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Kreis-SPD will Familien und Kinder entlasten

Veröffentlicht in Pressemitteilungen

Familien mit Kindern mit Behinderung sollen laut SPD im Landkreis Reutlingen entlastet werden. Menschen, die Kinder betreuen, sollen einfachen Zugang zu regelmäßigen Tests auf das Virus Covid19 erhalten.

Die SPD im Kreis Reutlingen hat einen Maßnahmenkatalog erarbeitet, um Familien und Pflegende besser im Umgang mit der Corona-Pandemie zu unterstützen. Dieser Maßnahmenkatalog, der insbesondere Forderungen an die Landesregierung enthält, wird nun an die verantwortlichen Landespolitiker weitergeleitet.

„Die Familien fühlen sich aktuell alleine gelassen, die Landesregierung bleibt wesentliche Antworten schuldig, wie diese ihr Leben organisieren können“, so der Reutlinger SPD-Landtagsabgeordnete Ramazan Selcuk. „Wir sind deshalb aktiv geworden und bringen konkrete Vorschläge in dieLandespolitik ein, um diese Familien zu unterstützen“.

Besonders die Rolle von Tageseltern müsse gestärkt werden, so die SPD-Kreisvorsitzende
Ronja Nothofer: „Wir brauchen kurzfristige und pragmatische Lösungen für die Betreuung von Kindern. Das gelingt nur, wenn wir auch Tagesmütter und -väter schnell vollständig einbeziehen und vor allem bei der Umsetzung von Hygienevorschriften und beim schnellen Zugang zu Tests nicht im Regen stehen lassen. Gelingt das, können diese auch zeitnah wieder die volle Anzahl an Kindern betreuen“.

Ziel müsse es sein, die Tageseltern in ein Gesamtbetreuungskonzept einzubeziehen, bei dem ihre vollen Kapazitäten auch genutzt würden, um eine Entlastung von Eltern und Stärkung von Kindern zu ermöglichen. „Gerade mit Blick auf die Sommerferien brauchen wir hier einen ganzheitlichen Ansatz, der die langanhaltende Belastung der Eltern abfedert“, so Nothofer.

Auch SPD-Ortsvereinsvorstandsmitglied Claus Mellinger hält die aktuelle Situation für unhaltbar: „Die Zitrone ist ausgepresst. Wir Eltern sind am Rande des Leistbaren. Deshalb ist es verständlich und auch richtig, dass sich Familien zusammentun wollen, um die Betreuung ihrer Kinder irgendwie hinzubekommen und das notfalls in Selbstorganisation.“

Die SPD fordert in ihrem Maßnahmenkatalog daher die Erlaubnis, privat organisierte, feste Spielgruppen bilden zu dürfen. „So wie es jetzt läuft, werden wir weder unseren Kindern noch unseren Arbeitgebern gerecht.“, so Mellinger. „Der teils lauter werdende Schrei der Eltern muss endlich Gehör finden. Wir brauchen jetzt Lösungen und nicht erst in ein paar Wochen“.

Nach Ansicht der SPD-Stadträtin Silke Bayer hätten besonders die Kommunen und Familien den Schwarzen Peter gezogen. „Beim Lesen des Fahrplans zur Öffnung der KiTas und Schulen der grün-schwarzen Landesregierung musste ich lachen, obwohl mir eigentlich zum Weinen zumute war“, so Bayer, die auch Sprecherin für Familienthemen der SPD-Fraktion in Reutlingen ist. Ohne Kriterien, wer wieder in die Betreuung darf, müsse es in den Kitas analog zu den Schulen ein rotierendes System geben und Lohnersatz für Zeiten ohne Betreuung und Beschulung. „Verheerend ist das Ganze auch für frisch gebackene Eltern. Nach spätestens 14 Monaten gibt es kein Elterngeld mehr,“ so Bayer weiter.
Neuaufnahmen seien in den Kitas aber in weite Ferne gerutscht. „Da geht es um Existenzen von Millionen Familien deutschlandweit. Frauen werden wieder an den Herd gezwungen.“

Der von der SPD vorgelegte Maßnahmenkatalog solle nun schnell an verantwortliche Stellen gelangen. So erhofft sich die SPD, auch die Schäden für die Wirtschaft und Arbeitsplätze abzumildern, die durch fehlende Arbeitskräfte mangels Kinderbetreuung entstünden.

hier geht es zum Maßnahmekatalog...

 

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