Ihre SPD im Kreis Reutlingen

 

Veröffentlicht in Ortsverein
am 06.12.2020 von Susanne Stetter

Ein Aufkleber in Walddorfhäslach war für uns der Anlass, mit Cord Dette einen Experten für Rechtsextremismus vom Demokratiezentrum Albbündnis einzuladen. In einem Online-Vortrag referierte er über die Hintergründe des Aufklebers, zeigt Verbindungen und Taktiken der neuen Rechten auf und beantwortete anschließend die Fragen der 13 TeilnehmerInnen aus dem Landkreis Reutlingen und darüber hinaus.

Viele Menschen fühlen sich zunächst einmal hilflos, wenn rechte Vorfälle passieren. In solchen Fällen ist das Demokratiezentrum Ansprechpartner: Jeder kann direkt dort anrufen oder Vorfälle über die Webseite melden. Die darauf folgenden Reaktionen der demokratischen Kräfte ist auch bei kleineren Fällen (wie zB Aufklebern) wichtig, denn Menschen, die Hass verbreiten, denken oft, dass sie das ungestraft oder unbemerkt tun können, das ist aber bei weitaus weniger häufig der Fall. Z.B sind Hassnachrichten im Internet durchaus strafbar und können geahndet werden.

 

Auf den Anlass, des Aufklebers des “Dritten Wegs” in Walddorf, geht Cord Dette  mit den Ergebnissen einer intensiven Recherche ein. Die neue Rechte agiert heute sehr geschickt mit neuen Medien, Internetseiten und Youtubekanälen, rechter Musik, Styles und Codes. Bei Wörtern wie  „Alternative“ oder „3.Weg / 3.Blickwinkel“ sollte man generell hellhörig werden. Oft leiten eher unverfängliche Schlagwörter über seine Internetseiten zu Verschwörungstheorien. Die Akteure nehmen  für sich in Anspruch, die alleinige Wahrheit zu kennen, über Geheimwissen zu verfügen und bezeichnen die demokratisch gewählten Politiker pauschal als korrupte Elite, die es zu bekämpfen gilt. Gemein ist rechten Gruppierungen auch eine Verklärung der Vergangenheit, die Ideologie dass nicht alle Menschen gleich wert sind und eine schöne, friedvolle Utopie unter Seinesgleichen. Wenn in der Zielgruppe  nun eine Person bin, die gerade  zB mit den Maßnahmen unzufrieden ist, oder das Vertrauen in die Regierung verloren hat, dann findet diese Person durch die Links auf den Aufklebern plötzlich Antworten. Und dann könnte es den Personen auch egal sein, dass es sich hier um Antidemokratische Kräfte handelt. So verfangen sich u.U. Menschen, die eigentlich das Beste wollen und sich in Corona-Zeiten Sorgen um die Grundrechte machen und die Demokratie verteidigen wollen, im Netz der neuen Rechten.

 

Cord Dettes Rat, wenn Freunde oder Bekannte plötzlich Verschwörungstheorien verbreiten:

  • Nicht dagegen argumentieren, das drängt in eine Verteidigungshaltung

  • Ängste ernstnehmen

  • Fragen stellen: Was würde denn passieren, wenn die Regierung abdankt? Wer macht es dann? Wer wird “zur Verantwortung” gezogen, wenn die Maßnahmen greifen und uns schlimmes erspart wird?

  • Ich-Botschaften senden: “Ich sehe das anders…”

  • Wenn es Freunde sind, die einem wichtig sind, nicht aufgeben: Ich bin gerne mit dir befreundet, aber bei diesem Thema sind wir anderer Meinung. Wir möchten euch nicht verlieren, aber…

  • Es braucht Freunde, an die sich diese Personen wenden können, wenn sie merken, dass sie auf dem Holzweg sind, sonst finden sie den Ausweg eventuell nicht.

  • Das Demokratiezentrum unterstützt mit Flyern und Handreichungen

 

Wichtig ist es, ein Statement zu setzen und ein Vorbild zu sein für diejenigen, die sich nicht trauen, etwas zu sagen. Aber oft reicht es schon, bei einem rechten „Witz“ nicht mitzulachen, rechte Hetze nicht unkommentiert zu lassen. Dabei bitte den Eigenschutz berücksichtigen: Straftaten gehören in die Hände der Justiz.

 

Und nun konkret wieder zu unserem Fall der Aufkleber, was können wir da tun:

  • Dem Demokratiezentrum melden (ganz einfach auf der Webseite)

  • Formal darf man sie nicht selbst entfernen, sondern die Gemeindeverwaltung darauf aufmerksam machen.

  • Laut Martin Länge (Kripo Reutlingen) wurde aber bisher nie jemand belangt, der Aufkleber entfernt hat.

  • Es ist auch ein Zeichen von Haltung, den Kleber selber zu entfernen.

 

Wir bedanken und noch einmal recht herzlich bei Cord Dette für den interessanten Vortrag, und bei allen Teilnehmenden, die sich mit uns in das neue Veranstaltungsformat gewagt haben.

 

Die Folien zum Vortrag finden Sie HIER.

Das Demokratiezentrum finden Sie HIER.

Das Schwäbische Tagblatt berichtete HIER.

Veröffentlicht in Ortsverein
am 20.10.2020 von Susanne Stetter

Unser SPD-Stammtisch im Oktober beschäftigte sich angeregt mit Themen aus den Gemeinden Pliezhausen und Walddorfhäslach, Anregungen aus Gniebel bestimmten einen großen Teil der Gespräche. Dabei ging es um gefährliche Stellen im Verkehr. Es gibt zwei kritische Punkte: einen bei der Schule und den anderen am
Ortsausgang Richtung Rübgarten. An beiden Stellen kommt es zu gefährlichen Situationen.
Weitere Punkte waren die mangelnde Dichte des RSV während der Stoßzeiten, sowie die Verspätung der Busse und der Züge in Reutlingen.
Des Weiteren berichtete Gemeinderätin Susanne Stetter von aktuellen Themen aus Pliezhausen und Gemeinderat Jürgen Stoll aus Walddorfhäslach. Interessant war die unterschiedliche Auswirkung der Corona-Krise auf die Haushalte der Gemeinden. Während Pliezhausen etwa 1 Mio. in der Kasse fehlen, profitiert
Walddorfhäslach durch einen Masken produzierenden Betrieb davon.

Veröffentlicht in Ortsverein
am 13.09.2020 von Susanne Stetter

Die Teilnehmer des Spaziergangs im Gespräch

Der Regen hatte rechtzeitig aufgehört für die Wanderung unseres Landtagsabgeordneten Ramazan Selcuk  mit dem Ortsverein und seiner Vorsitzenden Susanne Stetter über die Felder der wunderschönen Höhenlage Pliezhausens.

Das diese freie Fläche auch in Zukunft erhalten bleiben möge wünschte sich Susanne Stetter.

In puncto Wohnungsnot war man sich einig, dass oftmals am Bedarf vorbei gebaut würde. Man brauche mehr Geschosswohnungsbau, um nicht weiter in die Fläche gehen zu müssen. Susanne Stetter erwähnte den Entwurf der Landesregierung zur neuen Grundsteuer und kritisierte dass dieser nicht das Problem der Baulücken im Ort lösen würde. „Die Grünen im Gemeinderat verweigern sich jeglichen neuen Baugebieten und die grün/schwarze Landesregierung gibt uns nicht die Mittel in die Hand gegen Baulücken vorzugehen, das geht gar nicht“, sagte sie. Ramazan Selcuk erwähnte den Gesetzentwurf von Olaf Scholz, der die Grundsteuer C für unbebaute Bauplätze im Ort vorsieht und den die Landesregierung leider nicht übernehmen will.

Der Lärm der B 27 war ein weiteres Thema, das sich am Waldrand zur B27 anbot. Da die Zuständigkeit beim Bund liegt und bauliche Maßnahmen wohl jedenfalls zur Zeit nicht kommen werden, wäre ein Tempolimit auf 100 km hier die Lösung.

Angesprochen auf die Krise der Wirtschaft durch die Corona-Epidemie meinte Ramazan Selcuk: „Die Epidemie hat diejenigen  am meisten getroffen, die wenig Reserven hatten. Dies  gilt auch besonders in der Bildungspolitik.  Das Schlimmste wäre jetzt wenn wir uns kaputt sparen würden. “ Er glaube, dass die Wirtschaft gestärkt aus der Krise hervorgehen würde.

Weitere Themen wurden bei der Einkehr in der Stadiongaststätte besprochen. Zur Kanzlerkandidatur von Olaf Scholz meinte Ramazan, mit dem Ausscheiden von Angela Merkel würden die Karten neu gemischt. „Olaf Scholz als bekannter, solider  Finanzminister ist in dieser Situation wichtig.“ 

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am 03.09.2020 von Susanne Stetter

Mode am Anfang des letzen Jahrhunderts erleben

„Von der Steinzeit bis zur Uroma“ – so lautete das spannende Motto einer Schnitzeljagd rund um Dörnach, zu der die SPD Pliezhausen/Walddorfhäslach im Rahmen des kommunalen Sommerferienprogramms am vergangenen Mittwoch eingeladen hatte. 14 Kinder ab 6 Jahren durften bei bestem Wetter eine abwechslungsreiche Zeitreise erleben und dabei gleichzeitig auf ihren Rätselkarten fleißig Punkte sammeln. So galt es bei einer ersten Steinzeit-Station, Tierspuren zu erraten und eine Kette aus Schneckenhäusern und Muscheln ohne moderne Hilfsmittel zu basteln. Am nächsten Haltepunkt konnten die Kinder beim römischen Deltaspiel ihre Geschicklichkeit, aber auch ihr Wissen zu römischen Zahlen unter Beweis stellen. Anschließend ging es weiter ins Mittelalter. Aus gesammelten Blättern, Blüten und Beeren durften die Teilnehmer bunte Bilder auf Papier zaubern – ganz wie die mittelalterlichen Buchmaler mit ihren farbenprächtigen Illustrationen.
Groß war die Überraschung schließlich, als das anschließende Quiz verriet, dass Ritter weder Pommes noch Ketchup kannten – Kartoffeln und Tomaten aus Amerika waren noch nicht entdeckt worden. Die abwechslungsreiche Zeitreise endete zurück am Dörnacher Freizeitplatz mit einer Verkleidungsstation im Stile der Jahrhundertwende, im Smoking und Zylinder oder im Spitzenkleid samt Hut und Schirm. Nicht zu vergessen die Punktsieger der Schnitzeljagd, die abschließend symbolisch zum Ehrenritter/-in des Nachmittags geschlagen wurden!

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am 24.08.2020 von SPD Wannweil

Am Donnerstag, dem 13. August um 17.00 kam Ramazan Selcuk, SPD- Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg, nach Wannweil.

Trotz hochsommerlicher Hitze trafen sich fast ein Dutzend Teilnehmer am Bahnhofvorplatz zum Spaziergang durch unsere Gemeinde.

Thema dort war der einseitig nicht behindertengerechte Bahnsteig Richtung Reutlingen.

Der Rundgang führte zunächst weiter zum Sozialen Wohnungsbau am Unteren Haldenweg, in den bereits die ersten Bewohner eingezogen sind.

Unter regen Diskussionen, auch zu den Themen Fußverkehr und Radschnellweg, ging es weiter durch Bahnunterführung und Dorfstraße zum neugestalteten Echazufer mit neuem Spielplatz.

Zum Abschluss kehrten wir in der Gaststätte des Kleintierzüchterheims ein und genossen dort den Sonnenuntergang über Wald und Wiesen. Bei leckerer Pizza und sonstigen Köstlichkeiten unterhielt man sich noch lebhaft über Wannweiler Themen und Landespolitik.

 

weitere Bilder unter SPD Wannweil Ortsverein

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am 29.02.2020 von Susanne Stetter

Der neu gewählte Vorstand des Ortsvereins, 2020

Bericht von den Vorstandswahlen im SPD-Ortsverein Pliezhausen-Walddorfhäslach

Neu- und wiedergewählt im SPD-Ortsverein Pliezhausen-Walddorfhäslach

Die diesjährigen Vorstandswahlen bestätigten Pliezhausens Gemeinderätin Susanne Stetter als erste Vorsitzende. Auch ihr Stellvertreter, der Walddorfhäslacher Gemeinderat Jürgen Stoll, wurde wie erwartet wieder gewählt. Neu ist die Schriftführerin, die Dörnacher Ortschaftsrätin Claudia Papp, während mit Sebalt Rill aus Walddorfhäslach der langjährige Kassier in seinem Amt bestätigt wurde.

Neu als Beisitzer gehören mit Margarete und Hans-Jörg Manz aus Walddorfhäslach auch Mikail Selcuk aus Gniebel dem Vorstand an.

Als Delegierte des Ortsvereins zu den Versammlungen auf Kreisebene wurden Claudia Papp, Mikail Selcuk und Susanne Stetter gewählt.

Susanne Stetter dankte den zahlreich anwesenden Mitgliedern für ihren Einsatz bei den Kommunalwahlen. Diese waren der Schwerpunkt im vergangenen Jahr. In diesem Jahr will man sich wieder verstärkt auf Inhalte konzentrieren. Übers Jahr verteilt wird es wieder verschiedene öffentliche Veranstaltungen mit Referenten zu interessanten Themen geben. Der Ortsverein wird auch wieder an der Markungsputzete und am Sommerferienprogramm in Pliezhausen teilnehmen. In der anschließenden Diskussion wurden die Wünsche nach regelmäßigen Informationen aus Gemeinerat und Kreistag geäußert. Auch andere Formen der regelmäßigen Treffen, wie zum Beispiel ein Spaziergang um Pliezhausen mit Informationen zu kommunalpolitisch akuellen Themenschwerpunkten, wurden angeregt.

 

 

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am 06.12.2019 von Susanne Stetter

v.l.n.r.:OV-Vorsitzende Stetter, Frau Amann, Herr Robl

iZu einem Informationsabend über die Entwicklung der gesetzlichen Rente hatte der SPD Ortsverein geladen und mit Frau Amann und Herrn Robl von der Deutschen Rentenversicherung in Reutlingen waren zwei Experten gekommen.

Sie gaben interessante Einblicke in die Grundlagen der Rentenberechnung, die demographische Entwicklung und die Versteuerung der Rente.

Die Rentenkasse ist derzeit gut gefüllt. Aufgrund der guten Konjunktur liegt der Beitragssatz mit 18,6 % auf dem niedrigsten Satz seit 1993. Bis 2025 wird der Satz auch nicht über 20 % steigen und die Rente nicht unter 48% des Nettoeinkommens sinken trotz abnehmender Zahl der Beitragszahler. Dies wurde gesetzlich so festgelegt. Allerdings muss die eingesetzte Rentenkommission dann entscheiden wie es ab 2025 weitergeht.

 

Die zahlreichen Besucher stellten sich anhand der Zahlen die Frage wie man bei 48% des Nettoeinkommens Miete, Kranken- und Pflegeversicherung bei steigender Versteuerung den gewohnten Lebensstandard im Alter halten kann. Das Thema Altersarmut wird dann konkret.

Durch die demographische Entwicklung müssen immer weniger Beitragszahler mehr Rentner unterhalten.

Man war sich einig, dass dieses Thema bei den jungen Menschen, die es eigentlich betrifft, noch nicht angekommen ist. Sie waren auch nicht unter den Besuchern der Info-Veranstaltung.

Im zweiten Teil referierte Frau Amann über die gerade beschlossene Grundrente. Dass sie die Altersarmut nicht beseitigen würde, war klar. Aber dass sie den 1,5 Millionen Menschen, die 35 Jahre zu einem angemessenen Anteil und bei niedrigstem Lohn gearbeitet haben eine Erleichterung bringt, wurde anerkannt und gut geheißen. Es wurde aber auch klar, dass sich noch einige Probleme bei der Umsetzung auftun werden.

Es schloss ich eine lebhafte Diskussion der teilweise sehr gut informierten Besucher an. Das Thema Rente wird auch in Zukunft in der Diskussion bleiben.

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